Vielfalt der Bildungslandschaft ist politisch gewollt
Eva Feußner: Vergleichbarkeit der Bildungsabschlüsse durch einheitliche Bildungsstandards
Im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe „Politik+Club” hat sich die CDU-Landtagsfraktion mit den Konzepten und Perspektiven von christlich orientierten Schulen in freier Trägerschaft, aber auch der aktuellen Schulstrukturdebatte beschäftigt.
„Der weltanschaulich neutrale Staat gewährleistet allen Bürgerinnen und Bürgern ihre Entfaltungsmöglichkeiten. Dazu gehört auch das Recht, Schulen in freier Trägerschaft gründen und betreiben zu können. Die CDU-geführte Landesregierung unterstützt dies seit ihrem Regierungsantritt im Jahr 2002 verstärkt. Zuletzt mit einer Änderung des Schulgesetzes, um die Finanzierung der freien Schulen auf eine sichere Basis zu stellen”, sagte der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Jürgen Scharf.
„Schule ist mehr als nur Wissens- und Kompetenzvermittlung. Schule muss den ganzen Menschen sehen”, erklärte Dr. Dietrich Lührs, Direktor des Ökumenischen Domgymnasiums Magdeburg. Christliche Schulen setzten auf die deutliche Auseinandersetzung mit dem christlichen Menschenbild und damit dem Dienst am Nächsten, der Toleranz Andersdenkender gegenüber, der Verantwortung und dem vertraut werden mit Religionen.
Zu den Konzepten von SPD und Linke für ein längeres gemeinsames Lernen sagte Lührs: „Die Konzepte für ein längeres gemeinsames Lernen klingen auf den ersten Blick gut. Auf den zweiten Blick haben die vorgelegten Konzepte wenig Inhalt. Sie übersehen auch, dass nicht nur schwächer begabte, sondern auch höher begabte Schüler Anspruch auf eine entsprechende Förderung haben. Dies kann nach meiner Auffassung das gegliederte Schulwesen am ehesten leisten.”
Allerdings, und darin waren sich die Diskussionsteilnehmer des Politikclub einig, muss der Durchlässigkeit zwischen allen Schulformen mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden.
Eva Feußner, bildungspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, betonte, dass die Vielfalt der Bildungslandschaft in Sachsen-Anhalt gegeben und politisch gewollt sei. „Wichtig ist jedoch, dass wir zu einheitlichen Bildungsstandards finden, um im Sinne unserer Schüler eine Vergleichbarkeit der Bildungsabschlüsse zu erreichen”, so Feußner.









